Rinderbesamung
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Zuchtwertschätzung August 2010

 

 

Die neuen Zuchtwerte vom August haben sich bei den Spitzenvererbern der Rasse Braunvieh und Fleckvieh stabilisiert. In der Rangierung nach Gesamtzuchtwert gab es keine Veränderungen.

 

HUSSANT  10.342 980

Bei Braunvieh hat der Neuzugang von der Aprilschätzung „Hussant“ sein hohes Vererbungs-ergebnis stabilisiert. Mit 133 GZW und 131 MW bei nun 80% Sicherheit und einem ZW-Milch von +1355 zählt er zur Vererbungsspitze der Braunvieh-Population.
Die im Exterieur bewerteten 44 Töchter zeigen gut durchschnittliche Werte mit 101 im Rahmen, 109 Becken, 107 Fundament und 108 Euterpunkten mit einer Gesamtnote von 106.

 

Hervorzuheben ist die hervorragende Melkbarkeit der Töchter von 123 sowie sein überragendes Befruchtungsergebnis, das ihn mit +8% ausweist.

 

Promoter“, der Pronto-Sohn aus einer Lacher-Tochter hat seine Zuchtwerte ebenfalls gefestigt. Sein ZW-Milch +860, 130 GZW und 123 MW bei 82% Sicherheit sowie eine Melkbarkeit von 120 machen ihn zu einem interessanten Vererber. Auf Grund der schweren Kälber sollte er nicht zur Besamung von Kalbinnen verwendet werden. Die maternalen Abkalbeergebnisse mit Kalbeverlauf 126 und Totgeburten 116 sind dagegen sehr günstig.

 

HURAY-Tochter "Fee" nach dem 3. Kalb

 
Huray“, der nach wie vor beliebteste Vererber hat seine hervorragenden Vererbungsergebnisse trotz Abschreibung stabilisiert. Die Leistungssteigerung seiner Töchter in der zweiten Laktation auf 7385 kg Milch bei 3,53% Eiweiß und zur dritten Laktation auf 8141 kg Milch bei 3,57% Eiweiß tragen zu diesem hervorragenden Ergebnis bei.

 

Bei den bisher im Einsatzprogramm befindlichen Vererbern haben sich nur unwesentliche Veränderungen vom + 1 Punkt im Gesamtzuchtwert ergeben. Wegen zu geringer Nachfrage haben wir die Vererber „Prozent“, „Edison“ und „Humanist“ aus dem regulären Programm genommen. Sperma steht aber auf besonderen Wunsch weiterhin zur Verfügung.

PAZIFIK-Tochter "Luna"

Drei Neueinsteiger bereichern das reichhaltige Angebot

An der Spitze steht hier der erste Payoff-Sohn „Pazifik“ aus der bekannten  K(Kapri)-Familie von der Fichtl GbR in Oberzell. Sein GZW von 123 und sein MW von 121 sowie einem Zuchtwert-Milch von +655 machen ihn zu einem interessanten Vererber. In den funktionalen Merkmalen weist er bis auf die Zellzahl mit 92 positive Werte auf. Die bisher bewerteten 43 Töchter bestechen durch ihren Rahmen mit 120, ihre langen und breiten Becken mit 114, ihre gut durchschnittlichen Fundamente mit 107 sowie überdurchschnittlichen Euter mit 112 bei einer Exterieurgesamtnote von 122.

Sehr erfreulich ist das Ergebnis des General-Sohnes „Gulden“ von Engstler Roman aus Eggenthal, der bei +1034 ZW-Milch, einen GZW von 119 und einen MW von 116 aufweist. Zusammen mit einem insgesamt überdurchschnittlichen Exterieur von 103 im Rahmen, 105 Fundament und 106 im Euter bei einer Gesamtexterieurnote von 109 sowie seinem guten Kalbeverhalten von Kalbeverlauf 111 und Totgeburtenrate 115 ist er ein sehr kompletter Vererber. Erwähnenswert ist neben der hohen Milchmengen-vererberung als General-Sohn das positive Melkbarkeitsergebnis von 114. Voraussichtlich wird ab Oktober zusätzlich gesextes Sperma von „Gulden“ zur Verfügung stehen.

 

GULDEN-Tochter "Stubsi"

 

WACHAU-Tochter "Nudel"

Ein weiterer interessanter Neueinsteiger ist der Wurl-Sohn „Wachau“, gezüchtet von Babel Herbert, Wald. „Wachau“ stammt mütterlicherseits aus der bekannten „Fuchsi“-Linie und hat die Blevig-Tochter „Famosa“ zur Mutter. Neben der herausragenden Milchmengenvererbung von ZW-Milch +1032 bei negativen Inhaltsstoffen besticht die Nachzucht im Exterieur. Seine 37 bewerteten Töchter zeigen eine enorme Größe von 121, viel Rumpftiefe 112, sehr breite Becken mit 117, ein steiler gestelltes Fundament mit hoher Klauentracht von 123. Die hoch angesetzten Euter bestechen durch ein stark ausgeprägtes Zentralband sowie optimaler Strichstellung und –platzierung. Die Abkalbeergebnisse sowie die Fruchtbarkeit liegen im Durchschnitt der Population.

Bei Fleckvieh haben sich die Spitzenvererber in ihren Ergebnissen gefestigt, wobei die Abschreibung hier -0,8 GZW, 0,7 MW und -31 kg Milch, betrug.

Malibu“, „Resolut“, „Rügen“ und „Sanddorn“  sind um jeweils 1 Punkt im Milchwert im Rahmen der Basisanpassung zurückgegangen. Auch bei den weiteren Vererbern haben sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

Mit „Waterberg“ und „Hutmann“ sind zwei bewährte Vererber im Angebot, welche durch eine große Töchterzahl ihre Vererbungsqualität bewiesen haben. „Waterberg“ hat seinen Milchwert bei nun 20.000 Töchtern bei 121 gehalten. Hutmann-Töchter kalben derzeit in großer Zahl ab. Sein MW ist mit nun 1.500 Töchtern um +2 Punkte auf 120 angestiegen.

SANDDORN  10.185 658

Sanddorn“, der Neueinsteiger der April-Schätzung hat seinen Milchwert bei 129 gefestigt, lediglich in den Fitnesswerten hat er um -4 Punke eingebüßt. Auf Grund seiner guten Milchmengenvererbung bei positiven Fett- und Eiweißwerten sowie seiner überdurchschnittlichen Exterieurvererbung ist er ein beliebter Anpaarungspartner in gezielter Paarung.

Reichsgraf“ hat seinen Milchzuchtwert nochmals auf +1527 gesteigert, bei allerdings negativen Inhaltsstoffen. In den funktionalen Merkmalen besticht er in den Kriterien Melkbarkeit mit 111 sowie in der Nutzungsdauer mit 110. Persistenz und Zellzahl liegen mit 94 leicht unter dem Durchschnitt. Die Exterieurvererbung zeigt eine klar positive Tendenz auf. Die 44 bewerteten Töchter weisen mit 103 eine mehr Ø Rahmenvererbung mit einem Fundamentwert von 111 und einer Euternote von 115 auf. Die fest angesetzten Euter bestechen durch ihre Voreuterlänge, Schenkeleuterlänge sowie die Strichplatzierung und Strichstellung. Die Abkalbezahlen weisen ihn nicht für die Besamung von Kalbinnen aus.

 

 

REICHSGRAF-Tochter "Moni"

 

WILSON-Mutter "Wallora"

Ein sehr erfreuliches Ergebnis bringt „Wilson“, ein Webal-Sohn aus einer Morror-Tochter. Sein ZW-Milch liegt bei +809 mit einem GZW 123 und Milchwert 112. „Wilson“ vererbt eine sehr ausgeglichene Nachzucht. In den funktionalen Merkmalen besticht er in der Melkbarkeit mit 123, Nutzungsdauer 113, Persistenz 112 und Zellzahl 103. Die Abkalbezahlen sind mit 101 Kalbeverlauf und Totgeburten 106 im durchschnittlichen Bereich. Die maternalen Abkalbeergebnisse liegen dagegen mit 114 bzw. 116 sehr günstig. Die 39 bewerteten Töchter weisen im Rahmen, Bemuskelung und Fundament ein solides Ergebnis auf. Glanzpunkt der Exterieurvererbung sind die ausgezeichneten Euter, welche hoch angesetzt sind, mit sehr guter Voreuterlänge und Schenkeleuterlänge sowie fester Voreuteraufhängung bei idealer Strichplatzierung und Strichstellung.

Für Betriebe, welche genetisch hornlose Vererber einsetzen, steht neben DIMENSION Pp neu der Bulle WAHNFRIED Ps zur Verfügung.

 

Dimension-Tocher "Lexa"

 

WAHNFRIED Ps  10.179 120